Kommentar

Warum es nottuln.blog gibt

Zum Start in eigener Sache: Wie aus einem Windkraft-Faktencheck ein Blog zur Nottulner Lokalpolitik wurde. Geprüfte Fakten, von allen Seiten, mit offenen Quellen.

Einordnung / Meinung ·

Angefangen hat es mit einem Plakat am Ortseingang. Große Windräder, darunter der Satz "Soll so unser Nottuln aussehen? Nein, Danke!". Dazu Flyer im Briefkasten. Das wirkte bedrohlich, und ich habe mich gefragt, ob eigentlich stimmt, was da behauptet wird. Also habe ich angefangen, die Behauptungen aus der Debatte gegen die Originalquellen zu halten. Nicht das, was jemand darüber schreibt, sondern das Dokument selbst. Daraus wurde windkraft-nottuln.de.

Die Seite wurde wahrgenommen, von vielen Seiten. Es kam Zustimmung, aus der Nachbarschaft, in Leserbriefen. Es kam auch das Gegenteil. Ich sei von der Windkraftlobby bezahlt, ich sei beauftragt. Belegt hat das nie jemand, weil es nichts zu belegen gibt. Diese Seite ist selbstfinanziert, unbeauftragt und unbezahlt. Niemand zahlt mich dafür, und niemand gibt mir vor, was hier steht.

Ich bin kein Sprachrohr für eine Seite. Wenn Gegner der Windkraft etwas Falsches behaupten, schreibe ich das. Wenn Befürworter oder die Verwaltung etwas überdehnen, schreibe ich das genauso. Ich habe Aussagen aus dem Pro-Lager korrigiert, und ich habe eine eigene Einordnung zurückgenommen, als ich eine berechtigte Frage einer Gegnerin zu hart als Falschaussage abgetan hatte. Mein Maßstab ist nicht, wem eine Aussage nützt, sondern ob sie stimmt.

Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es nicht bei der Windkraft bleibt. Mich interessiert die Nottulner Lokalpolitik insgesamt. Den Skatepark an der Kolpingstraße habe ich aufgearbeitet, gerade das ISEK mit dem Bürgerforum am Kastanienplatz. Anderes interessiert mich und kann hier seinen Platz finden, die Umgestaltung des Stiftsplatzes oder die Debatte um die Carl-Diem-Straße. Überall dieselbe Lage: viele Meinungen, wenig nachgeprüfte Fakten an einem Ort. Dafür ist nottuln.blog da. windkraft-nottuln.de bleibt das Nachschlagewerk zur Windkraft, hier kommt das Breitere dazu.

Wie ich prüfe: Ich gehe zur Primärquelle, nicht zu dem, was jemand darüber sagt. Wikipedia oder ein Blog sind höchstens ein Wegweiser, nie der Beleg. Wo es geht, suche ich zwei voneinander unabhängige Quellen, nicht zweimal dieselbe Stimme. Und ich übernehme den Vorsichtsgrad der Quelle. Aus "es gibt Hinweise auf" wird bei mir nicht "es ist erwiesen".

Jede Aussage hier hat eine Quelle. Wo ich etwas nicht belegen kann, sage ich das, statt es plausibel klingen zu lassen. Wo ich mich irre oder etwas ergänze, halte ich das offen fest, nachvollziehbar in der Änderungshistorie.

Wenn dir ein Fehler auffällt, eine Quelle fehlt oder du eine Behauptung geprüft sehen willst, schreib mir. Genau davon lebt die Seite.

Leon Machens

- Leon Machens

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